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Samstag 24 Februar 2024

titel 04 2022WDL April 2022:

 Diesmal mit folgenden Themen:

  • Garten- und Dekodieren
  • Osterausgabe

  • Und wie immer:
    Jede Menge
    Berichte, Neuigkeiten aus der Geschäftswelt und Kleinanzeigen




Auch das lesen Sie im aktuellem WDL:

Weiteres Engagement in der Erinnerungskultur - Gemeinde Wadersloh tritt dem Deutschen Riga-Komitee bei

Wadersloh (bb). Mit der Übergabe der Beitrittsurkunde ist die Gemeinde Wadersloh nun auch offiziell Mitglied im Städtebündnis zur Erinnerung an die rund 25.000 Opfer des Holocausts, die in die lettische Hauptstadt Riga deportiert wurden. Im Beisein vieler Ehrengäste unterzeichneten Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Bürgermeister Christian Thegelkamp Ende März die offiziellen Dokumente, die Wadersloh zum Teil des Deutschen Riga-Komitees macht. Vor rund zwei Jahren hatte sich der Heimatverein Wadersloh für einen Beitritt stark gemacht und einen entsprechenden Antrag an den Rat gerichtet.
„Ich freue mich über die heutige Beitrittsveranstaltung. Ich finde es richtig und auch nötig, dass wir diesen wichtigen Tag – gerade in diesen Zeiten – gemeinsam begehen können“, leitete Bürgermeister Thegelkamp seine Begrüßung ein. Er führte die vielen Facetten des jüdischen Lebens in Deutschland auf. In Wadersloh waren die jüdischen Nachbarn bis zum Beginn der NS-Diktatur ein integrierter und lebendiger Teil der Dorfgemeinschaft. Bis in die 1920er Jahre sei die Geschichte des jüdischen Lebens in Wadersloh eine Erfolgsgeschichte gewesen, so Thegelkamp. Mit dem Beitritt zum Riga-Komitee möchte Wadersloh an die Menschen aus seiner Mitte gedenken, die dem Holocaust zum Opfer fielen.
Regierungspräsidentin Dorothee Feller war bereits bei mehreren Beitritten aus Kommunen im Regierungsbezirk Münsterland zugegen, habe aber noch nie ein so beklommenes Gefühl gehabt und sprach damit die aktuelle Lage in der Ukraine an. „Erstmals seit Jahrzehnten steigt bei uns wieder die Sorge vor einem Krieg in unserem eigenen Land“, so Feller. Angesichts der beiden Weltkriege in Europa habe man in der Vergangenheit sehr große Bemühungen in die Erinnerungskultur gelegt, um zu verhindern, dass man Ähnliches erneut erleben muss. Die Situation in Osteuropa mache mit Blick auf die Notwendigkeit einer Erinnerungskultur deutlich: „Jetzt erst Recht!“
Über die Verantwortung Deutschlands sprach Dr. Sebastian Steinbach und zitierte einen jüdischen Freund aus Amsterdam: „We have to forgive, but never to forget („Wir müssen vergeben, dürfen aber nie vergessen!“). Winfried Schlieper, Vorsitzender des Heimatvereins Wadersloh, dankte allen Akteuren für ihre Bemühungen und Unterstützung zum Beitritt zu dem Städtebündnis. „Die Mitgliedschaft im Riga-Komitee wird einen besonderen Beitrag der Erinnerungskultur in Wadersloh leisten“, so Schlieper. Mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal am Rathaus gedachten Ehrengäste, Bürgermeister und Regierungspräsidentin den Opfern von Krieg und Gewalt. Mit der Mitgliedschaft im Riga-Komitee wird die Gemeinde Wadersloh das Gedenken an die einstigen Nachbarn auch in Zukunft erhalten.

 

Wadersloh pflanzt für die Zukunft –
Erster Spendenwald eröffnet

Wadersloh (bb). Eine der ersten Ideen der „Gemeinschaft der Vereine“ war es, einen Spendenwald in Wadersloh zu errichten. Das war 2019. Seitdem hat sich im Bereich Nachhaltigkeit in der Gemeinde Wadersloh viel getan. Mit der Gründung des Netzwerks Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN) werden in vielen Bereichen mit tatkräftigem bürgerlichem Engagement Projekte vorangetrieben. Auch bei den Baumpatenschaften stellt man sich in der Gemeinde Wadersloh nun breiter auf. Mit dem ersten Spatenstich am „Im Sprengel“ und der Geschwister-Scholl-Straße in Nähe des Baugebiets „Lechtenweg“ haben die ersten Spendenbäume nun ein dauerhaftes Zuhause gefunden.
51 Bäume sollen es einmal sein, knapp die Hälfte hat schon einen Platz gefunden. Drei weitere sind bereits fest reserviert für die Partnergemeinden in Frankreich und Thüringen. Bisherige Spender waren Privatpersonen, die z.B. an die Geburt eines Kindes erinnern möchten, Vereine, die sich Nachhaltigkeit zur Aufgabe gemacht haben, politische Parteien, die ein Statement setzen möchten oder Wadersloher Unternehmen mit grünem Herzen: Genauso wie die verschiedenen Baumsorten ist die Spenderschar bunt und vielfältig wie das Gemeindeleben. Bürgermeister Christian Thegelkamp und Ruth Spiegel, Sprecherin der zuständigen NKN-Gruppe „Baum“, haben gemeinsam mit den Baumpaten, Ratsmitgliedern, Rathaus-Mitarbeiterin und interessierten Gästen die Eröffnung des 1. Spendenwalds in der Gemeinde mit einem symbolischen Spatenstich am 2. April gefeiert. Bei Schnee und Eis gab es kalte Füße, aber auch viele warme Worte rund um Nachhaltigkeit.
Die Mitarbeiter des Bauhofs hatten die Bäume zuvor eingepflanzt und mit Schildern samt QR-Codes versehen. Letzterer verlinkt auf eine Unterseite der Webseite www.wadersloh.de. Hier kann man sich direkt über Baumpatenschaften informieren und auch gleich selbst einen Spendenbaum erwerben. Gerade einmal 200 Euro kostet ein einzelner Baum. Vergleichsweise wenig, denn um die Pflege der Bäume kümmert sich der Bauhof. Unbezahlbar ist hingegen der Wert des Baumes: Durch die Anpflanzungen mit sogenannten „Zukunftsbäumen“ wird CO2 gebunden, die Luft gereinigt und die Erde gekühlt. Ganz zu schweigen von dem emotionalen Wert, den ein „eigener“ Spendenbaum für jeden selbst hat. Auf Schildern vor den einzelnen Bäumen werden die Spender benannt. Darunter viele Vereine und sogar das mittlerweile aufgelöste Kolpingjugendwerk, das mit dem Baum eine bleibende Erinnerung für die Jugendarbeit vor Ort geschaffen hat. Dazu passend waren auch viele Familien mit Kindern bei der Eröffnung dabei.
Die Baumpatenschaft selbst ist keine neue Idee, durch das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern konnte das Bürgerwald-Projekt aber über das NKN und den Umweltausschuss der Gemeinde Wadersloh realisiert werden. Ein Gewinn für alle und ein weiterer Beitrag für den Klimaschutz. Wer einen eigenen Spendenbaum pflanzen möchte: Infos zu Baumpatenschaften gibt es unter www.wadersloh.de.

 

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